Elektromobilität: Mehr Unternehmen für Umstieg auf Elektrofahrzeuge

von | 26.02.2021 | Allgemein, Dienstwagen | 0 Kommentare

Elektromobilität: Mehr Unternehmen für Umstieg auf Elektrofahrzeuge
Bild: emobicon®

Eine Studie „Elektrofahrzeuge und Nachhaltigkeit“ zeigt auf, dass in Europa und auch in Übersee das Interesse an Elektrofahrzeugen deutlich gestiegen ist. Das belegen auch immer wieder die monatlichen Zulassungszahlen des Kraftfahrtbundesamtes. So seien immer mehr Befragte bereit, den Umstieg auf die Elektromobilität in Betracht zu ziehen. Auch die Anfragen bei uns zeigen deutlich auf, wie hoch das Interesse bei Unternehmen ist. Oft hat man in der Vergangenheit mit einem Plug in Modell „experimentiert“, oder Mitarbeiter haben das Thema angefragt und so kommt aus mehreren Richtungen die Überlegung Elektromobilität in Unternehmen in den Fokus zu nehmen. Eine Herausforderung: Praktikabilität und Image zusammenbringen

Hoher Beratungsbedarf bei Elektromobilität

Auch in unserem Beratungstools erleben wir sehr umfangreiche Fragen, die bislang oft unbeantwortet blieben. Denn nach wie vor spielen Reichweite und das Thema Ladeinfrastruktur eine entscheidende Rolle. Ein hoher Beratungsbedarf ist auch erkennbar beim Thema „Alltag“, denn oft, so unsere Kunden haben nur wenige Händler „Ahnung und Interesse“ das Thema mit dem Interessent auch entsprechend zu erörtern. Dennoch wissen viele Unternehmen, dass sie bei dem Thema nicht darum herumkommen, sich damit zu beschäftigen. 

Immer mehr offen für Elektromobilität

Die Einstellung gegenüber Elektrofahrzeugen hat sich in Deutschland der Studie zufolge deutlich verbessert: Demnach bewerten 40 % der Befragten die emissionsfreie E-Mobilität positiv. International betrachtet sind es sogar 65 % aller Teilnehmer.

Fast ein Drittel der befragten Deutschen ist sogar der Meinung, dass Elektromobilität sich in den letzten 3 Jahren positiv entwickelt hat. Auch hier liegt Deutschland deutlich hinter dem Schnitt von 44 %. Und auch wenn 42 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Deutschland sagen, dass ein Elektrofahrzeug für sie infrage käme – im Vergleich zu den anderen Ländern scheint das eher zurückhaltend.

Elektromobilität günstiger – Verbrenner teurer

Die Zahlen sprechen für sich: So sind sich Autofahrer zunehmend bewusst, dass Elektromobilität nicht zwangsläufig mehr kosten müsse als ein Diesel oder Benziner, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Fast die Hälfte der Befragten weiß nun scheinbar auch, dass Elektrofahrzeuge insgesamt mit geringeren laufenden Kosten verbunden sind.

Haupt-Hinderungsgrund ein Elektrofahrzeug zu beschaffen ist bei rund der Hälfte der Befragten die mangelnde Reichweite. Meistens völlig unbegründet finden wir. Denn man denkt in der Regel zu groß, zu weit und zu einseitig. Viel weniger als gedacht, begibt man sich im Alltag auf große Fahrt und schon heute können Elektrofahrzeuge 400 km Strecke am Stück fahren. Macht es dann nicht Sinn eine Pause mit dem Nachladen zu verbinden? Auch das ist Thema in unseren Gesprächen, in dem wir Tipps für den Alltag besprechen und unsere Erfahrung weitergeben.  Zu wenig Modelle, zu wenig Auswahl an Fahrzeugen sind weitere Gründe, so das Ergebnis der Studie.

Klar ist scheinbar aber auch, dass es weitere Investitionen in universelle und nachhaltige Ladeinfrastruktur braucht. Es scheint in der Bundespolitik und bei den Ländern angekommen. So werden Förderaufrufe ausgelobt, ergänzt und zuletzt hat vor allem die KfW Förderung für die Lademöglichkeit zu Hause oder am Unternehmenssitz eine sehr hohe Akzeptanz hervorgerufen.

Zweifel an der Automobilindustrie

Immer wieder erleben wir in Gesprächen mit Unternehmern die Fragen nach der Zukunftsfähigkeit der hiesigen Automobilindustrie. Sehr oft kommen Zweifel auf, ob diese „die Kurve kriegen“. Besonders verärgert zeigen sich Unternehmen über das Angebot, auch an Dienstleistungen, passend zur Elektromobilität. Sehr oft wird immer noch der Verbrenner aktiv angeboten, während Elektrofahrzeuge nur auf Nachfrage gezeigt werden. Das alles, obwohl die deutschen Automobilhersteller darauf aus sind, die in Sachen Elektromobilität offenbar recht fragilen deutschen Fahrerinnen und Fahrer nicht zu verschrecken. 

Wenig Verständnis zeigen Unternehmen im Gespräch mit emobicon in Sachen Bürokratie bei Förderungen und dem hohen Aufwand mit verschiedenen Akteuren die passende Ladelösung zu erhalten. Viel Verunsicherung herrscht bei der steuerrechtlichen Bewertung. Hier ist der Beratungsbedarf deutlich höher als in anderen Themenfeldern. 

Auch beim Laden unterwegs verstehen viele nicht, dass die Hersteller auf der einen Seite mehr Ladeinfrastruktur fordern, selber aber in der Zusammenarbeit im Ladeverbund IONITY solche Preise oder Beschränkungen aufrufen. „Was wollen die?“ so die häufig gestellte Frage.

Elektromobilität mit Wasserstoff sehen viele Unternehmen nicht, weil das Tanknetz in der Regel nicht hält, was versprochen wird und diese Technologie der reinen Elektromobilität unterlegen ist. Kaum ein Unternehmen ist oder war mit Plug-in Modellen zufrieden. Im Gegenteil. Der Verbrauch ist überdurchschnittlich hoch – kein Vorteil und Mehrwert, so die Unternehmen.

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Autor: Harald M.

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