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Elektromobilität: 500 Elektro Transporter für die letzte Meile

Der Einkauf findet heute oft auf einem "Klick" statt. Statt Shopping in der Stadt, kommt die bestellte Ware per Paket ins Haus. Eine immer grössere Herausforderung für die Paketzusteller in vielen Städten.

Dabei soll die Zustellflotte in einem Test nachhaltig und flexibel elektrifiziert werden. 9,9 Millionen Euro stellt der Bund für ein Projekt zur Verfügung, um 500 Elektro Transporter auf die Strasse zu bringen. 

von Stefan Blome | emobicon

Das Ziel dieser Förderung ist: Rund 500 elektrisch angetriebene Transporter der 3,5-Tonnen-Klasse in den Innenstädten von Hamburg, Stuttgart, Heilbronn, Mannheim, Darmstadt und Frankfurt einzusetzen, die Praxis zu testen und die gesammelten Erfahrungen auswerten, teilen, um weitere Möglichkeiten nutzen zu können. An diesem Projekt sind die vier führenden Transportunternehmen in der Paketauslieferung beteiligt. DPD Deutschland, GLS Germany, UPS Deutschland und Hermes Germany. Unterstützt werden Sie sowohl von Daimler als auch Volkswagen als Projektpartner. Mit den neuen Modellen „Crafter“, sowie eSprinter  und „eVito“.

DPD Elektro Transporter in Hamburg | Bild: DPD

So wird von DPD Deutschland zum Beispiel in Hamburg bis zu 60 eCraffter getestet. DPD zeigt sich bereits heute schon optimistisch, das dieser Testlauf erfolgreich sein wird und man künftig weitere Elektro Transporter, auch in anderen Regionen einsetzen will. 

Auch GLS Germany zeigt sich optimistisch und treibt die Innovation auf der letzten Meile aktiv voran und setzt in vielen Städten bereits auf alternative Lösungen wie E-Transporter oder Lastenräder. Schon vor einigen Jahren erkannte GLS Germany das nur mit einer klugen Transportpolitik innerhalb des Unternehmens und seiner entwickelten Umweltinitiative „Think Green“ nachhaltiges Handeln gefördert werden kann.

GLS Elektrotransporter | Foto: GLS

Man muss innerbetriebliche Prozesse verstehen

 Mit der Teilnahme an dem Projekt will man auch in die Zukunft blicken, die auf der Transportebene – gerade auf der letzten Meile wichtig sind. Es ist schlicht konsequent meint GLS und man plant bereits den Ausbau von Elektromobilität in den Zustellorganisationen. Es geht auch um innerbetriebliche Prozesse und wie sich der Einsatz von Elektromobilität auf die Zustellbasen auswirken wird. 

UPS Elektro Transporter der neuen Generation | Foto: UPS

Ob Elektromobilität funktioniert, weiss man bei UPS nicht, aber man macht diesen Testlauf auch, um das heraus zu finden. Schlussendlich geht es auch darum, die Schadstoffbelastung in den Städten zu reduzieren und man möchte testen,  ob die Technologie im operativen Geschäft funktioniert. UPS setzt bereits seit 2008 auf umgebaute Elektro Transporter. Damit bekommen Diesel Fahrzeuge ein zweites und umweltfreundliches Leben.

Hermes scheint bereits ein Schritt weiter zu sein. Bereits im kommenden Jahr will man 450 Elektro Transporter im Einsatz haben und bis 2025 möchte man in allen deutschen Städten emissionsfrei zustellen können. Hermes will damit auch seine Nachhaltigkeitsstrategie ausbauen und stärken.

HERMES eVito Transporter | Bild: HERMES

Was DHL mit Streetscooter kann, können wir auch

Nicht nur das Elektrofahrzeug, sondern auch das Aufladen der Fahrzeuge stellt eine Herausforderung da. So beteiligen sich alle Zusteller an Programmen zum Lastmanagement bzw einem integriertem Lademanagement um zu lernen, wie sich der Einsatz von Elektrofahrzeugen in der Flöte am besten in der Praxis gestalten lässt. 

Was die Deutsche Post mit ihrem Streetscooter vorgemacht hat, wird nun auch von der Konkurrenz umgesetzt, so das bisherige Fazit der Logistiker. An diesem Beispiel sieht man ja, das sich dieses Logistikkonzept auf Basis von Elektromobilität funktionieren kann.

Neben den Transportunternehmen sind auch Stromnetz Hamburg und die EnBW an dem Projekt beteiligt.Auch das Hessische Wirtschaftsministerium unterstützt diesen Test im Alltag.

Hohe Investionen für emissionsfreie Mobilität

Das Projekt läuft zunächst bis Ende 2020. Von den vom Bundesverkehrsministerium zur Verfügung gestellten 9,9 Millionen Euro werden 7,4 Millionen Euro direkt in den emissionsfreien Paket- und Lieferverkehr investiert, weitere 2,5 Millionen Euro sind für den weiteren Projektverlauf reserviert. Wenn es auf breiter Ebene gelingt, die Elektrifizierung gewerblicher Fuhrparks so konsequent voranzutreiben wie bei den im Projekt beteiligten Unternehmen, dann ist das ein echter Paradigmenwechsel zu umwelt- und klimafreundlichem Transport. 

emobicon wird dieses Projekt weiter beobachten und darüber berichten .

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