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Elektroauto: Mit dem richtigen Stromvertrag viel Geld sparen

Eigentlich logisch: Aus der Tankstelle wird die Ladestation. Ein Elektroauto fahren heisst einen höheren Stromverbrauch zu haben. Hier kann man viel Geld sparen, wenn man den richtigen Anbieter nutzt

von Harald M. Depta | emobicon - Cover Bild: emobicon

Klar ist: Elektroautos werden am häufigsten zuhause oder im Unternehmen aufgeladen. Unterschiedlich sind aber die Kosten, denn es hängt vom Fahrzeug und vor allem vom Stromtarif ab. Hunderte Euro Ersparnis sind möglich, wenn man den passenden Tarif wählt. Das hat eine Analyse der Tarifexperten von Verivox ergeben und auch wir von emobicon können das bestätigen.

Eine Wallbox und ein spezieller Ökostromtarif machen Sinn

Die meisten Fahrer von Elektrofahrzeugen laden Ihr Fahrzeug in der heimischen Garage oder im Carport auf. Das macht es natürlich besonders bequem. Hat man keine Photovoltaik Anlage, die mit der Lademöglichkeit gekoppelt werden kann, muss man sich mit der Frage der Energie beschäftigen. So oder so – es macht nicht nur Sinn, sondern kann jede Menge Geld sparen. Damit wandern die Treibstoffkosten von der Tankstelle auf die Stromrechnung. Oft wird der zusätzlich benötigte Strom über den normalen Haushaltstromzähler und -tarif abgerechnet.

„Der Vorteil dabei ist, dass keine zusätzliche Grundgebühr und Zählerkosten anfallen“, sagt Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox. „Ein Nachteil ist, dass der Anteil des Elektroautos am gesamten Stromverbrauch des Haushalts nicht ohne weiteres auf der Rechnung nachzuvollziehen ist.“ 

Abhilfe kann aber eine intelligente Ladestation bringen, die einen Zähler integriert hat oder vor Anschluss an den Hausanschlusskasten kann man einen Zwischenzähler integrieren. Die Kosten variieren und sind insbesondere abhängig von der Ladestation und den Voraussetzungen der technischen Realisation.

Stromkosten steigen, dafür muss man nicht mehr an die Tankstelle

Klar ist aber auch, das der Stromverbrauch ansteigen wird. Das hängt vom Fahrzeug ab und den Kilometerleistungen. Ebenso entscheidend der Anteil des Ladens an der eigenen Ladestation. Wird das Elektroauto beispielsweise als Zweitwagen vergleichsweise wenig gefahren (5.000 Kilometer pro Jahr), erhöht sich der Verbrauch im Bereich von 1.000 Kilowattstunden (kWh). Wird das Fahrzeug viel benutzt (20.000 Kilometer pro Jahr), kann sich der Stromverbrauch eines Drei-Personen-Haushaltes leicht verdoppeln.

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Weg vom Grundversorger senkt die Kosten deutlich

Wie hoch die Stromkosten für das Elektroauto liegen, hängt neben der Fahrleistung auch vom aktuellen Stromtarif des jeweiligen Haushaltes ab. Wer den teuren Grundversorgungstarif des örtlichen Stromversorgers nutzt, hat die höchsten Kosten. Spätestens jetzt sollte man den Vertrag überprüfen, denn deutlich günstiger wird es durch einen Anbieterwechsel – selbst wenn ein Ökostromtarif mit Zertifikat und empfehlenswerten Bedingungen gewählt wird. So lassen sich die Kosten der Elektromobilität deutlich senken.

„Elektroautos sind zwar in der Anschaffung teurer, doch bei den Gesamtkosten brauchen sie den Vergleich mit Benzinern längst nicht mehr zu scheuen“, sagt Valerian Vogel. „Wer sich ein solches Fahrzeug anschafft und zuhause lädt, kann die Kosten durch die Auswahl des richtigen Stromanbieters noch deutlich senken.“

Einfach geht es auch mit den Vergleichsportalen: VERIVOX oder CHECK24. Hier kriegt man bereits den ersten Überblick und kann schon sehr genau sehen, wie sich die Kosten darstellen. Ein Check, der nichts kostet.

Fördermöglichkeiten nutzen

Viele überregionale und örtlichen Stromversorger bieten spezielle Tarife für die Aufladung von Elektroautos zuhause an. Hier werden meistens Ökostromtarife mit einer eigenen Ladestation (Wallbox) und einer Karte für die Aufladesäulen des jeweiligen Anbieters kombiniert. 

Nutzen sollte man auch die Fördermöglichkeiten. So kann man sich zum Beispiel in NRW die Anschaffung und Installation einer Wallbox für die heimische Garage mit bis zu 1000 Euro fördern lassen – max. fünfzig Prozent der Gesamtausgaben. Einfache Wallboxen gibt es bereits für ein paar hundert Euro.

Besonders bei den örtlichen Stromversorgern finden sich Angebote, bei denen ein zusätzlicher Stromzähler eingebaut wird. Die Aufladung kann dann vom Netzbetreiber in Zeiten hoher Netzauslastung notfalls unterbrochen werden. Dafür werden geringere Netzgebühren fällig und in den Nachtstunden wird oft ein günstigerer Strompreis abgerechnet. Aber hier ist auch Vorsicht geboten, denn diese Möglichkeiten können einschränken. Informieren Sie sich da ausführlich und neutral. Wichtig sind auch weitere Überlegungen, denn grundsätzlich sind Wallboxen ab 12 kW Ladeleistung beim Netzbetreiber anmeldepflichtig. In der Regel reicht eine Ladeleistung von 11 kWh aber völlig aus.

Der erste Anruf sollte Ihrem Versorger gelten, den man fragen kann, ob er bereits spezielle Tarife in Verbindung mit einem Elektrofahrzeug bietet. Kombinationen von Anbietern, die zusätzlich eine Ladekarte für das Aufladen an öffentlichen Ladestationen anbieten machen durchaus Sinn, aber Vorsicht ist bei den Gebühren, auch bei der Erhebung von möglichen Grundgebühren geboten, denn das macht meistens keinen Sinn. Die Angebote der örtlichen Versorger sind oft recht günstig, allerdings können Kosten für den Einbau eines weiteren Stromzählers anfallen.“

Die Verbrauchswerte der Fahrzeuge wurden aus den Praxis-Tests des ADAC übernommen. Die verwendeten Strompreise sind bundesweite und mengengewichtete Durchschnittswerte. Die durchschnittlichen Kosten pro Kilowattstunde wurden anhand eines Musterhaushalts mit einem Haushaltsstromverbrauch von 4.000 kWh und dem jeweiligen Stromverbrauch des Elektroautos je nach Fahrleistung ermittelt.

Quelle: VERIVOX und emobicon

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