Elektroauto: Der Peugeot e2008 im emobicon Test

von | 31.01.2021 | Autobauer, Peugeot | 0 Kommentare

Elektroauto: Der Peugeot e2008 im emobicon Test
Bild: emobicon®

Die erste Kundenanfrage für das Modell Peugeot e2008 nutzen wir auch gleich dazu dieses Elektrofahrzeug zu testen. Bei der Übergabe fragte uns der Verkäufer: Würden Sie sagen, dass er ein Konkurrent zum VW ID.3 oder ID.4 ist? Ich lasse die Frage auf mich wirken und nach einer Minute stimme ich zu. 

Typisch Peugeot: schnittiges Design mit erstaunlichem Platz, obwohl dieses Modell die selbe Plattform nutzt wie die Plug in Hybride und Benziner.

Die Designsprache ist gelungen, aber einige Dinge wunderten uns dann doch. Es scheint nicht ganz zu Ende gedacht. Trotzdem: Ein Elektroauto was Spass macht.

Der Konkurrent des VW ID.3

Der 2008 als Elektrovariante war mit Spannung erwartet worden. Er gilt als direkter Konkurrent zum ID.3 von Volkswagen. Diese Generation ist kantig gezeichnet, und an der Front dominieren in der dunklen Jahreszeit die Säbelzahn-artigen LED-Lichter. Wohin die Entwicklung bei Peugeot geht, zeigt der e-2008: Der batterieelektrische Antrieb ergänzt die Modellpalette. Es ist dem e-2008 nicht sofort anzusehen das er elektrisch ist. Es scheint gewollt.

Mit rund 1,55 Meter ist der Peugeot e-2008 etwas flacher, als der ID.3, aber dafür länger. Er basiert auf der Plattform e-CMP, die auch für Otto- und Dieselmotoren konstruiert ist. Erstaunlich dabei ist: Es gibt sehr viel Platz. Das Kofferraumvolumen ist etwas grösser als beim ID.3.

Übernommen haben wir das Elektrofahrzeug mit gut 90 Prozent Akkustand und einer theoretischen Reichweite von 304 km.

 

Mittelwert im Verbrauch ohne Autobahn

Die Batteriekapazität gibt Peugeot mit 50 kWh an. Das Basismodell des ID.3 hat etwa 45 kWh. Der Franzose ist leichter, leider nicht sparsamer. Der Bordcomputer gab uns rund 17 kWh/100 km Strecke an – bei normaler Fahrweise. Das ist ein normaler Mittelwert. Die Autobahn ist nicht seine Königsdisziplin. Denn 23-26 kWh Verbrauch pro 100 km waren es bei vorsichtigen 120 km/h. Und einmal haben wir volle Leistung abgefordert: 151 km/h war möglich mit erschreckenden 41 kWh/100 km – im ECO Modus.

Ein klarer Hinweis auf eine eher mäßige Aerodynamik. OK – es war kalt, das Akku nicht vorgewärmt und wir wollten natürlich auch nicht frieren. Technisch bedingt war eben auch nur eine Teilstreckenmessung möglich. Man muss vielleicht vorab das Vorheizen nutzen, denn damit erreicht man weniger Verbrauch während der Fahrt.

Ladekabel Wirrwar beim Testfahrzeug

Das Laden ist easy. 11 kWh Ladeleistung an der heimischen Wallbox – bis zu 100 kWh Ladeleistung wenn es schnell gehen soll. Wir haben bei 30 Prozent Akkustand eine 150 kWh Ladesäule besucht. 67 kWh Ladeleistung war drin. Schwamm drüber, denn gerade im Winter ist es unberechenbar welche Ladeleistung vom Fahrzeug aufgenommen werden kann.

Was uns aber dann doch wunderte: Das AC Ladekabel ist einphasig. Das Fahrzeug kann aber 11 kWh. Warum das? Eine Erklärung gab es nicht. Als „Sonderzubehör“ kann man ein dreiphasiges Kabel erhalten. Der Sinn erschliesst sich uns nicht.

Ein Alltags Allrounder

Für Alltagsstrecken ist die Batteriekapazität also mehr als reichlich bemessen. Für die lange Tour eignet sich der Peugeot e-2008 nur bedingt. Hier kommt es auf Strecken und Fahrkünste an. Der ECO Modus lohnt sich – schränkt kaum ein, allerdings ist die gelegentliche Beschleunigung nicht ausgeglichen.  Trotzdem ist der Peugeot e-2008 ein sehr komfortables Elektroauto. Sehr lobenswert ist die gute Geräuschdämmung und das Modell ist sehr gut gefedert. Der Wendekreis ist normal. Platz im Kofferraum ist auch ausreichend vorhanden. Wir finden ihn besser als den ID.3 – insbesondere der Bordcomputer ist funktionaler, weil übersichtlicher und flüssig in der Bedienung.

Elektroauto: Der Peugeot e2008 im emobicon Test
Sehr übersichtlich ist das Cockpit – mit 3 D für den Fahrer
Elektroauto: Der Peugeot e2008 im emobicon Test
Das Aufladen ist easy. 11 kWh AC, bis 100 kWh DC ist möglich

Unser Kunde ist überzeugt

Nicht überragend, aber auch nicht schlecht, so unser Fazit bei den rund 300 km, die wir in allen Varianten untersucht haben. Die Verarbeitsqualität ist sehr gut – das Gesamtpaket stimmt. Wichtig ist aber auch, dass der Händler sich damit auskennt. Denn es bleiben Fragen, wenn ein Neuling einen e-2008 ins Visier genommen hat. Das Design kommt bei unserem Kunden an. Unsere Meinung ist gefragt und wir haben unserem Kunden, der zusätzlich auch die Ladeinfrastruktur erhalten wird, das Modell Peugeot e-2008 empfohlen. Es passt zu seinen Ansprüchen und seinem Fahrprofil. 2 dieser Modelle sollen es werden. Der erste e – 2008 kommt bereits in Kürze – aus dem Peugeot Pool.

Die ursprüngliche Idee für einen Plug in Hybrid konnten wir gut beerdigen. Deutlich teurer im Betrieb und nicht nachhaltig genug. So konnten wir argumentieren. Auch, weil ein zusätzlicher Verbrenner an Bord hier nicht nötig war.

Interessenten haben Fragen – wir die Antworten

Eines ist ja klar: Elektroautos werden etwas anders gekauft. Es liegt an der Verunsicherung und den vielen Fragen die Kunden haben. Oft erhalten sie nicht genug Antworten beim Händler. Welche Anforderungen ein Interessent zum Beispiel an die Reichweite hat, ist individuell. Vieles ist aufzuzeigen, die Realität mit einem Stromer zu erklären. Der Peugeot e-2008 kommt wegen seines Designs und der kompakten Größe gut bei unserem Kunden an. Er ist ein praktischer und komfortabler Begleiter für den Alltag. Übrigens: Der Preis ist gut. Unter 200 € im Leasing pro Monat waren möglich. Und das in einer guten Ausstattung. Die gewählte Farbe wird schwarz sein – sehr edel. Wir haben auch alle Förderungen genutzt, die möglich waren. Toll.

Elektroauto: Der Peugeot e2008 im emobicon Test
Die Übernahme beim Händler. In diesen Zeiten kontaktlos und unkompliziert!

HINWEIS: Das Fahrzeug haben wir von einem Händler zur Probefahrt erhalten. Es ist keine bezahlte Werbung, sondern ein eigener Eindruck. Alle Bilder: emobicon®

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Autor: Stefan Blome

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