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Elektroauto: Stadtwagen e.GO Life soll nun endlich starten

Neues vom e.Go Life. Ein bisschen anders, noch bisschen später, bisschen eingeschränkt. Aber wird die Produktion denn nun endlich gestartet ?

von Harald M. Depta | emobicon - Coverbild: emobicon

Ausgerechnet der Dieselskandal bremst die Mobilitätswende aus? Diese Meldung gab es letzten Herbst und deshalb musste die Aachener e.Go Mobile AG den Serienstart ihres Kleinwagens e.Go Life nach hinten verschieben. Das Stadtauto mit einer Reichweite von 100 Kilometern, das knapp 16.000 Euro kostet, sollte ursprünglich Ende des Jahres in der Fabrik bei Aachen vom Band laufen. Viele, die reserviert hatten waren enttäuscht und zahlreiche Interessenten stornierten.

Der Dieselskandal als Killer ?

So sollen Zulieferer nach dem Dieselskandal vorsichtiger geworden sein. Sie wollen  genau wissen, was mit ihren Produkten geschieht, um nicht nachträglich für Missbrauch haftbar gemacht zu werden. Die Corporate Governance Regeln vieler Zulieferer hätten sich geändert, schreibt Unternehmensgründer Günther Schuh in einem Entschuldigungsbrief an die Besteller des Fahrzeugs, der uns vorliegt. Einige Zulieferer wollen das fertige Gesamtfahrzeug abnehmen. 

Bild: e.GoLife | e.Go Mobile AG

Die letzten Tests laufen

Jetzt heisst es: Am 15. März 2019 absolviert man voraussichtlich die letzten beiden Tests der Homologation zur Serienfreigabe des e.GO Life. Dann sind 361 Einzeltests in 71 Kategorien erfolgt und ab dem 9. Mai soll dann der e.GO Life an die Kunden ausgeliefert werden. Allerdings werden einzelne Funktionen des Fahrzeugs erst ab August 2019 von  Zulieferern freigeschaltet. Ohne diese Funktionen erhält man zunächst nur eine Kleinserienzulassung für 1.000 e.GO Life.

Zuerst wird die Sonderedition gebaut

Da bislang über 850 Bewerbungen für die e.GO Life First Edition vorliegen, werden bis Ende Juli 1.000 Fahrzeuge als e.GO Life First Edition produziert und bis August 2019 ausgeliefert. Diese werden bis September 2019 auf 53 kW statt wie angekündigt auf 20 kW Leistung gedrosselt.

Ab September bis Ende 2019 werden noch alle Vorbesteller bis zur Vorbestellungsnummer 4.300 beliefert, sofern diese einen e.GO Life 20 oder einen e.GO Life 60 konfigurieren. Der e.GO Life 40 kann erst ab 2020 ausgeliefert werden. Dazu will man dann auf die Interessenten zu gehen.

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Leistungsdaten werden zunächst eingeschränkt

So soll der e.GO Life ein besonders sicheres Auto geworden sein und die Zulassungsprüfungen sind bisher mit Bravour bestanden worden. Dennoch hätte die e.Go Mobile AG gerne noch mehr getestet. Genau deshalb hat man für die e.GO Life des ersten Jahres die Leistungsdaten etwas zurückgenommen. Die Batterie kann nur zu 95 Prozent genutzt werden, die Peakleistung und die Rekuperation ist jeweils etwas gedrosselt und die Höchstgeschwindigkeiten ist etwas beschränkt worden. Die Systeme sollen aktuell noch geschont werden, bis noch mehr Fahrdaten ausgewertet worden sind. 

Probefahrten finden ab April statt

Um Sie bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen, bieten wir Ihnen die Möglichkeit, die e.GO Life First Edition Probe zu fahren. Die ersten Besteller der e.GO Life First Edition aus Aachen und Umgebung werden wir ab April zu Probefahrten einladen, alle anderen Vorbesteller ab Mai 2019. Im Anschluss an den jeweiligen Fahrtermin kann bereits bestellt werden. Die Zahlungsoptionen „Finanzierung“ und „Kauf auf Rechnung“ bieten wir ab dem ersten Tag an. Leasingangebote sind ebenfalls kurz darauf verfügbar.

Bilder: emobicon

BAFA Prämie ist zumindest für die ersten Fahrzeuge möglich

Der Umweltbonus des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist aktuell bis zum 30.06.2019 befristet. Dies bedeutet, dass bis zu diesem Datum der Antrag inklusive des Kaufvertrags eingereicht sein muss. Wir gehen davon aus, dass wir dies für alle Besteller der e.GO Life First Edition ermöglichen können.

Zweischichtbetrieb ab Juni 2019

Ab Juni 2019 will die e.Go Mile AG  den Zweischichtbetrieb einführen, um die geplanten Stückzahlen zu liefern. Trotz der Verspätung steht das nächste Projekt des Unternehmens in den Startlöchern: Ende 2019 soll die Produktion des elektrischen Kleinbusses „Mover“beginnen. Angepeilt ist die Produktion von 400 Fahrzeugen im ersten Jahr, bis 2021 soll die Produktion auf 15.000 Stück jährlich steigen. Das Technologieunternehmen ZF und die e.Go hatten dazu im Juni 2018 ein Joint Venture bekannt gegeben.

Bildergebnis für Mover

Der Mover | Bild: eGo Mobile AG

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