eMobilitäteMobilität und UmweltFörderung ElektromobilitätLadesäulenNewsUmweltbilanzUmweltschutz

Braucht ein Elektroautofahrer einen neuen Stromvertrag ?

Der Streit um die Auswirkungen von Elektroautos auf die Umwelt ist eigentlich entschieden: Eine gute Ökobilanz haben kleine Autos mit kleinen Batterien und einem hohen Anteil an Grünstrom beim Laden.

Komischerweise sind viele Stromkunden heute noch in der Grundversorgung bei Energieanbieter. Spätestens mit der Entscheidung, künftig ein Elektroauto zu fahren, sollte man sich den Strommarkt genauer anschauen. Wir sagen warum !

von Harald M. Depta | emobicon

Es war einmal: Die Tankstelle. Wenig Einfluss auf den Preis, den man Liter für Liter bezahlt. Es gibt Apps, die aktuelle Preise beim flüssigen Kraftstoff zeigen, aber sonst ? Geht nicht viel. Pauschale Preise fürs Tanken gibt es auch nicht. Wie ist das mit einem Elektroauto beim Laden ?

Es gibt viele neue Fragen !

Ein Elektroauto braucht Strom. Geladen wird zu Hause, unterwegs oder auf dem Unternehmensparkplatz. Wenn der Arbeitgeber schon soweit ist. Aber wie wirkt sich der Strombedarf bei einem Elektroauto aus ? Kann man hier sparen ? Wo finde ich den besten Stromtarif, wenn ich nun Elektromobil unterwegs bin ?

Ein Vorteil von Elektroautos bleibt indes: Beim Fahren haben sie im Vergleich zu Benzinern oder Dieselautos eine blitzsaubere Ökobilanz. Giftige Stickoxide, Benzol oder Kohlenmonoxid sind kein Thema. Mehr E-Autos wären also besonders für Anwohner von Hauptverkehrsstraßen ein Vorteil. Denn allein auf Stickoxide sind jährlich 6000 vorzeitige Todesfälle durch Herz- und Kreislauferkrankungen zurückzuführen, berechnete kürzlich das Umweltbundesamt. Vergleichbare Zahlen hatte die Europäische Umweltagentur schon 2016 in einem Bericht zur Luftqualität in Europa vorgelegt.

Wie finde ich, was ich brauche ?

Erste Adresse sollte das Netz sein. Der Stromvertrag sollte, so oder so überprüft werden. Aber spezielle Verträge mit Elektroauto gibt es da noch nicht. Sie sind einfach noch nicht soweit. Aber es gibt Sie: spezielle Stromtarife für Elektroautos. Was ist also zu tun ? Fragen Sie Ihr örtliches Stadtwerk. Manche haben es schon, oder planen es: Stromtarife, speziell für Elektroautofahrer und es kann sich lohnen. Hat „mein Stadtwerk“ nichts anzubieten, dann ist es auch absolut in Ordnung, über den Tellerrand hinaus zu schauen. 

Wir machen es uns einfach: ÖKOSTROM sollte schon verwendet werden. Er kostet oft nicht mal mehr und für den ökologischen Fingerabdruck  tut man doch mehr, als man denkt. Die Garage, der Carport sind meistens die Parkmöglichkeit, die nun Lademöglichkeit werden. Einige Anbieter bieten auch das „rund um Paket“ zum Laden für unterwegs. Aber Vorsicht. Bitte schauen Sie sich die Vertragsbedingungen genau an.

Für Halter von E-Autos gilt: Diese können auch mit der Abrechnung des Haushaltsstroms kombiniert werden. Legt der Verbraucher Wert auf Umweltverträglichkeit, sollte er sich für einen Stromtarif entscheiden, bei dem der Anbieter ausschließlich auf regenerative Energien zurückgreift. Damit ist es schon heute möglich, CO2-neutral zu fahren.

Die Qual der Wahl

Bei der Wahl des passenden Tarifs sollten Verbraucher auch auf eine Preisgarantie achten. Anbieter von Kombitarifen können den Strompreis für Haushaltskunden beispielsweise bis Ende 2019 garantieren. Bei solchen Garantien ist allerdings Vorsicht geboten: Nicht alle schließen auch gesetzliche Änderungen ein. Deshalb sollten Verbraucher bei der Preisgarantie darauf achten, dass sich der Preis auch dann nicht ändert, wenn Umlagen und Abgaben steigen oder neu hinzukommen.

Preiserhöhungen sind damit erst einmal ausgeschlossen und dank der sogenannten Best-EEG-Garantie kann der Arbeitspreis sogar günstiger werden, falls die EEG-Umlage entsprechend gesenkt wird. Das Fahrzeug kann bequem in der eigenen Garage oder an einer öffentlichen Ladesäule geladen werden. Wer sich für eine Flatrate entscheidet, kann die Ladestationen seines Anbieters günstig nutzen.Um die Vorteile einer Lade-Flatrate wirklich nutzen zu können, brauchen die Autofahrer natürlich ausreichend öffentliche Lademöglichkeiten.

Der Ausbau der notwendigen Ladeinfrastruktur ist eine der großen Herausforderung für die Mobilität der Zukunft. Zu einem der größten Verbunde gehört in Deutschland etwa das innogy-Netz, welches gemeinsam mit seinen Roamingpartnern über 4.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte verfügt. Der Strom ist nahezu CO2-frei und wird auf Basis regenerativer Energiequellen angeboten.

Ein Kombi-Tarif ist meist die beste Wahl

Angesichts der alltagstauglichen Reichweiten der Elektrofahrzeuge ist es nicht verwunderlich, dass die Mehrzahl der Autofahrer das Laden zuhause

Wallbe Boxen

öffentlichen Ladestationen vorzieht. Aber auch wer sein Fahrzeug in der eigenen Garage auflädt, ist gelegentlich auf solche Stationen angewiesen. Deshalb kann sich eine Flatrate für unterwegs auch für solche E-Autofahrer lohnen – am besten als Kombi-Tarif, der sowohl den Haushalts- und den Autostrom als auch eine in der Grundgebühr enthaltene Flat beinhaltet. Bei der Wahl des entsprechenden Tarifs sollten sie allerdings darauf achten, dass sich die Flat auf einen möglichst großen Verbund von öffentlichen Ladesäulen bezieht. 

Das ist etwa beim innogy-Netz und seinen Roamingpartnern der Fall, die mit knapp 4.000 öffentlich zugänglichen Ladepunkten eines der bundesweit größten Netzwerke bilden. Auf dieses Netzwerk können beispielsweise die Kunden der Emscher Lippe Energie (ELE) – regionaler Energieversorger im mittleren Ruhrgebiet – zugreifen. Dieses Angebot gilt entweder als eigenständige Flatrate für unterwegs oder als Teil eines Kombi-Tarifs, der auch zertifizierten Ökostrom für die heimische Ladesäule und den Haushalt liefert.

MAINGAU ENERGIE  noch ein Beispiel. Man bekommt hier ganz einfach einen Autostromtarif und die passende  Ladekarte. Diese nutzt man für gelegentliches Unterwegs Laden des Elektrofahrzeuges. Der Tarif ist günstig, keine Grundgebühr, und man ist in einem grossen Netz gut aufgestellt. Oder EWE Strom Mobil. Haushaltstrom + Ladekarte. Eine gute Kombination.

Extraförderung für eine Wallbox

In manchen Bundesländern, oder bei Stadtwerken wird Elektromobilität auch gefördert. Zum Beispiel bei der Anschaffung von Wallboxen. Das sind Ladeboxen, die eine sichere Ladung zwischen Ihrem Stromnetz und dem Elektrofahrzeug sicherstellen. Das kann sich lohnen. Auf unserer Ladeinfrastrukturseite erfährt man auch, was man für eine Wallbox braucht, welche Förderung es gibt und weitere wertvolle Informationen zur eMobilität.

Noch etwas zum schmunzeln

Wir selbst erleben immer wieder erstaunte Blicke, wenn wir berichten, das uns ein Ladevorgang an öffentlichen Ladestationen meistens nichts extra kostet. Wir nutzen eine Flatrate. Ähnlich wie bei einem Smartphone, sind die Ladevorgänge dann pauschal bereits vergütet, egal wie oft das Fahrzeug geladen wird. Wenn Sie dazu noch Fragen haben sollten, melden Sie sich bitte bei uns.
 
Foto: wallbe PRO von emobicon
 
 
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.