Alltagstest: IONIQ5 oder Mustang Mach-E – das ist hier die Frage…

von | 15.11.2021 | Allgemein, Autobauer, FORD, Hyundai | 0 Kommentare

IONIQ5 oder Mustang Mach-E - das ist hier die Frage...

Häufig werden beide Modelle verglichen: Das Hyundai IONIQ5 und der Ford Mustang Mach – E. Sie sind sich ähnlich, aber unterscheiden sich dennoch im Fahrverhalten, dem Verbrauch und in der Konnektivität. Eine Woche Alltagstest durch das emobicon Team. Auf Kundentour, zu Veranstaltungen, private Touren mit Kindern, aber auch der Verbrauch und das Ladeverhalten, sowie die Konnektivität in Inhalt und Handling waren unser Anspruch bei diesem intensiven Test. Unser Chef hat sich in den IONIQ5 verliebt, während unsere Büroleiterin dem Mustang zugetan ist. Ich selber finde beide Fahrzeuge gut. Zeit für eine gemeinsame Einschätzung

Das Interesse war riesig, als wir Kunden erzählten: Wir kommen diesmal mit dem Mustang und IONIQ5 zum Termin. Es hat was futuristisches und alle, die das Fahrzeug testeten oder drin gesessen haben dachten nicht im Ansatz daran, wie gut es sich anfühlt, wie einfach sich die Modelle fahren lassen. Klar: Das „Verbrenner – Denken ist häufig noch ausgeprägt und bei Elektromobilität geht die Sichtweite heute noch häufig Richtung TESLA. Und spricht man mit den Testern über Reichweite, Laden, Alltag und das es ja nicht wirklich anders ist, dann erlebt man das Runzeln der Stirn – es wird nachgedacht. Wir waren mehrere tausend Kilometer unterwegs. Und es hat Spass gemacht. Mit was vergleicht man so ein Modell: Einem gleichen oder ähnlichem Modell, oder über den Antrieb? Viel Aufklärung bleibt, denn das „ja aber…“ kommt – immer wieder. Aber wir sind ja auch dafür da aufzuklären. Schön ist ohnehin: Die Auswahl der Modelle nimmt deutlich zu – für fast jeden ist mittlerweile was dabei. Wir haben bei uns in der Firma geladen – unterwegs mal testen, das war ohnehin klar. Dabei gab es ganz unterschiedliche Ergebnisse. Der IONIQ kann (etwas) schneller – das war es auch schon. Über das Laden – auch unterwegs machen wir uns ohnehin keine Gedanken mehr. Geht, wenn man will. Kein Umstand für uns! Unser Partner „JOBCARS“ hat viele, meist sofort verfügbare Modelle und einen tollen Dienstwagen – Rechner. Sehr gut gedacht!

Hyundai IONIQ5 – ein stimmendes Gesamtkonzept

Viel Spass Hyundai kann es und hat sich sehr entwickelt. Das Design finden wir gut, auch weil es anders ist und nicht so ein Einheitsbrei wie bei Volkswagen. Dennoch: Auch sie kochen auch nur mit Wasser. Sehr alltagstauglich zeigt sich der IONIQ 5 für uns. Bequem, gute Reichweite, enorme Ausstattung, aber auch „Coltgate“ ist Thema. Das heisst, dass die Ladeleistung deutlich unter den Ansagen und damit Erwartungen bleibt und kältere Temperaturen auch zu deutlich geringerer (angezeigter) Reichweite führt. Und das trotz 800 V Ladetechnik, die eigentlich ultraschnelle Ladeleistungen verspricht. Im Sommer eher problemlos – im Winter eingeschränkt, wie wir nicht nur allein erlebt haben. Der Bordcomputer ist gewöhnungsbedürftig. Bisschen viel was die Einstellungen betrifft und ein wenig Logik fehlt zusätzlich. Die Echtzeit – Informationen sind nicht ausreichend. Damit kann man aber leben.

Zu den herausragenden Eigenschaften des IONIQ5 zählt seine ziemlich intelligente Machart. Das Cockpit wirkt dank der zwei großen Bildschirme modern, sogar luxuriös und eigenständig gleichzeitig. Der flache Wagenboden und die locker arrangierte Mittelkonsole bereiten ein tolles Raumgefühl. Platz muss man nicht suchen – er ist einfach da. Die Sitze sind üppig gebaut und weich gepolstert und die Relax – Funktion ist sehr angenehm. Hyundai baut Details ins Auto ein, die sonst selten zu finden sind: Im digitalen Fahrerdisplay helfen Videobilder, den toten Winkel abzudecken – sehr easy und funktional. Eine 230-Volt-Steckdose für das Laden von technischen Geräten und auch der Fahrzeugschlüssel lässt das Auto ebenso lautlos wie eigenhändig aus engen Parklücken heraus fahren. Insgesamt stimmig, insgesamt zu empfehlen, insgesamt weiter, wenn auch nicht ganz zu Ende gedacht. Der Software fehlt ein wenig die Struktur und Logik. Unser Chef ist verliebt, denn das Modell ist sehr angenehm zu fahren und auch als Dienstwagen sehr ordentlich im Handling.

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Brutal präzise – sportlich und elegant – der Mustang

Mehr Pferdestärken – verspricht der Mustang Mach E. Und in der Tat hat er es in sich. Er wirkt aufgeräumt, weil (fast) alle Funktionen über den grossen Bildschirm eingestellt werden. Eine Art SUV, aber sportlich elegant kommt er daher. Selbst im definierbaren ÖKO Modus sehr spritzig – brutal direkt im „Temperamentvoll“ Modus. Man kann erst ab 80 km/h wieder atmen. Die Assistenzsysteme sehr präzise mit einer guten Rund – um Sicht. Mit dem grösseren Akku – im Vergleich zum IONIQ5 ist der Verbrauch dennoch zu hoch. Zumindest für eine Langstrecke auf der Autobahn. Das One – Pedal Feeling im Stadtverkehr ist ungewöhnlich gut – denn es rekuperiert deutlich Energie zurück ins Akku – beeindruckend. Und der Mustang kommt an – nicht nur optisch. Technisch ist das Modell weiter gedacht, denn das Suchen der nächsten Ladestation geht präziser. Die Ladeleistung ist aber schlechter, wenn auch nicht schlimm – dennoch tauglich – sowohl als Familienkutsche für unsere Büroleiterin, aber auch als Dienstwagen für die eine oder andere Langstrecke. Beeindruckt hat insbesondere die Normalität und das sich Ford getraut hat weiter zu denken, als die meisten Modelle – von der Software beeindruckend gut und ganz klar: Viel abgeschaut von TESLA.

Anja, unsere Bürochefin im Test mit dem Mustang Mach-E. Sie ist sehr begeistert! | Bild: Anja Hentschel


Eine Entscheidung aus Design – Gründen

Eine Empfehlung sind beide Modelle. Und ganz ehrlich: Es ist jammern auf hohem Niveau. Es kommt einfach drauf an. Will ich es aussergewöhnlich, klassisch – dann der IONIQ5 von Hyundai. Brauche ich den sportlichen Look, mehr technische Raffinesse – dann den Mustang Mach-E von Ford. Technisch überzeugen beide Modelle. Und die Frage nach einem Vergleich zu Modellen von Volkswagen fällt auch leicht, denn ID.3 und ID.4 sind gute Modelle, aber dennoch technisch nicht so auf der Höhe der Zeit. Die Ladeleistung, die Assistenzsysteme und das gesamte (Software) Paket wirken im Gegensatz zu Hyundai oder Ford altbacken.

Das Problem ist jetzt ein anderes: Unser Chef hadert mit dem IONIQ5 und dem Schwester Modell „EV6“ von KIA, während unsere Bürochefin Anja festgelegt scheint: Ihr nächstes Modell in 2021 wird der Mustang. Unser IT-Fachmann Ralf hat beide Modelle genossen und will sich nicht festlegen – er fährt ein Hyundai KONA und ein e-up. Ersagt ganz klar: So ein grosses Modell braucht er nicht, aber beide sind sehr beeindruckend. Ich selber bleibe offen und ohne Entscheidung, weil ich es weiter spannend finde was noch kommt und wie sich das Thema Elektromobilität entwickeln wird. Und das wir noch einiges erleben werden steht ohnehin längst fest. Ich glaube das Design, auch das Gefühl in einem Modell wird hier eine Entscheidung sein, wenn man sich technisch auseinander gesetzt hat was Elektrofahrzeuge heute schon können – meistens sogar besser als jeder vergleichbare Verbrenner.

Besten Dank an das Autohaus Lackermann für die freundliche Unterstützung für die wir nicht bezahlt wurden!

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Über mich: eMobil Experte | Coach | Projekt Planer bei emobicon®

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Autor: Harald M.

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